Der Männerchor Harmonia - die klingende Stimme der Stadt Memmingen Foto 2017
Der Männerchor Harmonia - die klingende Stimme der Stadt Memmingen Foto 2017                                                      

Familienausflug am 26.09.2015 ins Remstal

- zurück zu den Wurzeln der Sängertradition

 

Unser diesjähriger Familienausflug führte uns nach Weinstadt-Schnait im Remstal. Für uns Sänger des Männerchors Harmonia war es reizvoll, einmal die Geburtsstadt von Friedrich Silcher, dem Sammler und Komponisten von über 140 z. T. heute noch gern gesungenen Volksliedern kennen zu lernen. Der zweite Höhepunkt des Tages war ein Highlight für Genießer: eine Weinprobe in Weinstadt-Beutelsbach  mit typischen Weinen aus dem Remstal.

Vergnügungsvorstand Roland Mang, der die Reise in seine Heimat organisiert hatte, konnte 41 Sänger, Angehörige und Freunde der Harmonia im modernen Reisebus der Firma Kink begrüßen. Um 7:30 Uhr fuhren wir programmgemäß in Memmingen ab. Das Wetter war gut und die Stimmung ebenfalls, vor allem dank unseres zweiten Vorsitzenden Dieter Schmidt mit seinem einmaligen Humor am Mikrofon. Auf der A7 fuhren wir Richtung Autobahnkreuz Ulm-Elchingen. Dann ging es nördlich von Ulm auf der A8 hinauf auf die Ulmer Alb, wo wir bei der Raststätte Seligweiler im gemütlichen Grenzstüble eine kurze Frühstückspause einlegten.

Frisch gestärkt fuhren wir weiter auf der A8 bis zur Ausfahrt Ulm-West. Von dort ging es weiter auf der B10 über Urspring und Amstetten nach Geislingen/Steige am westlichen Fuß der Schwäbischen Alb (Albtrauf). Von hier ab führte uns die B10 durch das dicht besiedelte Filstal mit seinen vielen Streuobstwiesen über Gingen/Fils, Süssen, Saalach, Eislingen, Göppingen, Uhingen, Ebersbach und Reichenbach. Dort zweigten wir nach Norden ab auf einen bewaldeten Höhenzug. Nach der Ortschaft Baltmannsweiler ging es durch frühherbstlich bunten Laubmischwald. Bald schon trat der Wald zur Seite und gab den Blick in die Weinberge frei: Vor uns lagen die südexponierten Hänge des Remstals im vormittäglichen  Sonnenlicht. In steilen Kehren ging es nun mitten durch Weinkulturen hinab ins Remstal nach Weinstadt-Schnait. Einige Winzer begannen gerade mit der Lese der ersten blauen und grünen Trauben. Um 10:30 Uhr erreichten wir unser Ziel, das Silcher-Museum.                                                                                                                                                                                                                           

Im Vorführraum des Silcher-Museums sahen wir uns einen Film (ca. 20 Minuten) über Kindheit und Lebensweg Friedrich Silchers (1789 -1860) an. Dann nahmen wir die zahlreichen  Originaldokumente und -Gegenstände aus seinem persönlichen und musikalischen Nachlass in Augenschein, die in den neun Ausstellungsräumen des dreistöckigen Fachwerkhauses verteilt sind. Dazu zählen handschriftliche Notenblätter von Titeln wie z. B. "Die Loreley", "Jetzt gang i ans Brünnele", "Muß i denn zum Städtele hinaus" und "Der gute Kamerad". Das Museum  - es beherbergt auch das Archiv des Schwäbischen Chorverbandes - befindet sich in den Räumen der 1767 erbauten Schnaiter Schule mit Lehrerwohnung, dem Geburtshaus Silchers. Die authentischen Räume und Exponate vermitteln dem Betrachter großen Respekt vor der Leistung dieses Komponisten und Wegbereiters des Volksliedes und des Chorgesangs. Was wäre das für ein Männerchor, der am Geburtsort Friedrich Silchers ihm zur Ehre nicht eines seiner Lieder sänge! Mit Klavierbegleitung unseres Chorleiters Josef Schmid auf einem echten Silcher-Klavier sangen wir vierstimmig das "Schiffer-Lied" und "Nun leb' wohl, du kleine Gasse".

In diesem kleinen aber feinen Museum spürten wir den Hauch der Geschichte. Wir fühlten uns angekommen bei den Wurzeln unserer Sängertradition. Hier tankten wir neue Motivation für unsere Aufgabe, die friedliche, harmonische und Gemeinschaft fördernde Tradition des Chorgesangs zu pflegen und weiter zu geben - frei von jeder politischen oder religiösen Ambition. Was bedeutet das in unserer heutigen Zeit? Welche Art von Gesang entspricht unserer Zeit? In welchem Stil würde Friedrich Silcher komponieren, wenn er 165 Jahre länger gelebt hätte? (Er starb vor 165 Jahren) Ich denke, ein Männerchor mit dem Altersdurchschnitt der "Harmonia" sollte unbedingt die Volkslieder eines Friedrich Silcher am Leben erhalten, gleichzeitig aber auch die neueren "Volkslieder", die Evergreens aus Operetten und Musicals, Schlager oder "Hits" späterer Epochen bis hin zu Udo Jürgens pflegen - so wie wir es auch praktizieren. Es wäre interessant, zu wissen, welches sangbare Liedgut von unserer Gegenwart überlebt. Sind es die zum Teil anspruchsvollen Mundartlieder eines Hubert von Goisern oder die mehr volkstümlichen Hits einer Helene Fischer (z. B. "Atemlos") - oder etwas ganz anderes?

Nach unserer Eintragung ins Gästebuch ging es mit dem Bus in wenigen Minuten weiter zur "Weinstube Anker" in Weinstadt-Schnait, wo es mehrere leckere Gerichte zur Auswahl gab. Anschließend fuhren wir nach Weinstadt-Beutelsbach zur Wein-/Saftprobe in der Remstalkellerei. Zwar konnten wir keinen Blick in den Weinkeller werfen, dafür hatte es aber die Weinprobe im modernen, hellen "Trollingersaal" (mit Blick auf die Remstaler Weinhänge) in sich! Sechs Weine gab es zur Verkostung: Lemberger Rosé Sekt, trocken; Stettener Pulvermächer Riesling Kabinett, trocken; Sauvignon Blanc, QbA; Schillerwein**, QbA; Beutelsbacher Burghalde Trollinger, QbA und als Krönung der schwere, wertvolle, im Eichenfass gereifte Zweigelt "Barrique", QbA, trocken. Viel zu schnell verging diese genussvolle und gleichzeitig spannende Lehrstunde in Sachen Wein.

Um 16:30 Uhr traten wir beschwingt (beschwipst?) die Rückfahrt an. Diesmal ging es über Plochingen und Wendlingen zur A8; weiter über Kirchheim/Teck, Abfahrt Ulm-West, Ulm, Neu-Ulm zur B30 Richtung Biberach. Vor Laupheim bogen wir ab nach Schwendi, wo wir kurz nach 18:00 Uhr in der Gartenwirtschaft "Gerberwiesen" zum Abendessen eintrafen. Nach dem Essen  wurde es richtig lustig und gemütlich, als unser zweiter Vorsitzender Dieter Schmidt auf der Ziehharmonika Stimmungs- und Schunkellieder spielte und die Harmonianer vergnügt mit einstimmten.

Gegen 20:00 Uhr fuhr unser Bus über Erolzheim und die A7 zurück nach Memmingen. Den Dank an Roland Mang für den gelungenen Familienausflug hätte man nicht schöner ausdrücken können, als es unser Sangesfreund Harry Hörsch noch im Bus tat: Er - selbst ein echtes "Remstaler Gewächs" - trug ein von ihm verfasstes Mundartgedicht vor, in dem er die Ereignisse des Tages zusammenfasste. Großer Dank gebührt auch Dieter Schmidt für seine anstrengende, aber erfolgreiche Vermittlung guter Laune! Gegen 20:45 Uhr erreichten wir Memmingen. Danke, lieber Roland, für diesen schönen Ausflug!

                                                                                                                     

fp

 

                           

Gemeinschaftsbild vor dem Silchermuseum

Remstalkellerei

Familienausflug am 26.09.2015 ins Remstal

 

 

Ab 07:00 Uhr werden die Einstiegorte in folgender Reihenfolge angefahren:

1. Augsburgerstraße Memmingerberg (Sparkasse)

2. Luginsland (Haltestelle)

3. Klinikum (Haltestelle)

4. Mitteresch (Kindergarten)

5. Braunstraße (Haltestelle

 

 

07:30 Uhr

Abreise in Memmingen, Braunstraße

07:30 - 08:30

Memmingen – Seligweiler

08:30 - 09:15

Frühstück im Rasthaus Seligweiler

09:15 - 10:30

Seligweiler B 10: Geislingen – Göppingen – Weinstadt-Schnait

10:30 - 11:30

Besuch des Silcher-Museums in Weinstadt-Schnait

11:30 - 11:45

mit dem Bus zum Speiselokal

11:45 - 13:55

Mittagessen in der Weinstube Anker (Weinstadt-Schnait)

13:55 - 15:30

Weinprobe in der Remstalkellerei in Weinstadt-Beutelsbach

15:30 - 17:30

Rückfahrt: Beutelsbach - Schnait - Plochingen - Wendlingen - Laupheim - Schwendi

17:30 - 19:30

Abendessen: Gartenwirtschaft „Gerberwiesen", Schwendi

19:30 - 20:15

Schwendi - Erolzheim - Berkheim - Steinheim – Memmingen

 

Die Ausstiegsorte werden in umgekehrter Reihenfolge der Einstiegorte angefahren, also erst Braunstraße, zuletzt Augsburgerstraße.

 

Der Fahrpreis inklusive Eintritt im Silcher-Museum beträgt für Angehörige und Gäste 25,- €.

Für alle aktiven Sänger übernimmt diese Kosten der Verein. Aber...

 

... die 6er Weinprobe 13,- € pro Person – ist von jedem Teilnehmer extra zu bezahlen.

Alternativ: Saftprobe –  5,- € pro Person – für den, der keine Weinprobe möchte.

 

Wer keine Wein- oder Saftprobe wünscht, kann sich bis zur Abfahrt um 15:30 Uhr im Cafe am Markt, Buhlstraße 17, in Weinstadt-Beutelsbach aufhalten. 

 

im Mai 2015

Euer Vergnügungsvorstand

 

Roland Mang

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