Der Männerchor Harmonia - die klingende Stimme der Stadt Memmingen Foto 2017
Der Männerchor Harmonia - die klingende Stimme der Stadt Memmingen Foto 2017                                                      

Familienausflug am 17.09.2016

zum Silberbergwerk Schwaz/Tirol und an den Achensee

 

 

        Fast drei Wochen lang war kein Regen mehr gefallen und seit einer Woche hatten wir täglich noch hochsommerliche Temperaturen. Ausgerechnet heute, am 17. September, ist alles ganz anders. Unter dichten Wolken und bei nur 13°C verlassen wir mit einem Reisebus der Firma Kink um 6:30 Uhr Memmingen. Vergnügungsvorstand Roland Mang, der Organisator und Reiseleiter des Ausflugs kann leider nur 25 Personen an Bord begrüßen. Diese haben dafür umso mehr Platz im halbleeren Bus. Ab Kempten setzt dann auch der prognostizierte Regen ein, der uns den ganzen Tag begleiten wird.

        Um 7:45 Uhr legen wir in einem kleinen Café in Füssen eine Frühstückspause ein. Einige erkunden noch schnell unter dem Regenschirm die fast menschenleere Fußgängerzone in der historischen Altstadt.

        Um 8:30 Uhr fahren wir weiter. Es geht durch den Grenztunnel Richtung Reutte in Tirol, dann hindurch unter der "Highline 179", der längsten Hängebrücke der Welt (406 m. l., 114,6 m. h.; 2014 eröffnet), weiter über den Fernpass (1210 m. h.), über Nassereith und Obsteig hinab ins Inntal. Vom schönen Gebirgspanorama ist nichts zu sehen, weder Säuling noch Zugspitze oder Mieminger Berge: alle total nebelverhangen.

        Pünktlich um 11:00 Uhr erreichen wir das Silberbergwerk Schwaz. Wir gehen gleich zum Einsteigebahnhof, wo wir uns für die "Bergfahrt" mit dem Bergwerks-Züglein (Grubenbahn) einkleiden: silberfarbener Regenmantel und Schutzhelm.

 

        Bei dem großen Besucherandrang muss alles sehr schnell gehen - alle 10-15 Min. ein  neuer Zug. Im Nu sind alle 6-8 offene Wägelchen mit je 5 Personen besetzt, dicht an dicht hintereinander auf einem Balken in der Wagenmitte sitzend. Mit einem Ruck setzt sich der Zug in Bewegung, und schon geht das "Abenteuer unter Tag" los - 800 m hinein in den dunklen, engen Stollen mit ganzjährig 12°C und hoher Luftfeuchtigkeit. Platzangst sollte man da lieber nicht haben. Man sieht nicht viel mehr als seinen Vordermann und muss ständig darauf achten, dass kein Fotoapparat, Regenschirm, Ellbogen oder Knie weiter als10 cm weit über den allseitig offenen Wagen hinausragt. Bei einer (geschätzten) Geschwindigkeit von 15 km/h würde man sonst Schäden und Verletzungen riskieren. Am besten klammert man sich am Vordermann fest, denn der Zug rumpelt bei Unebenheiten oder kleinen Biegungen immer wieder bedenklich, so dass man fast befürchten muss, seitlich hinauszufallen. Auch nach oben ist nicht viel mehr Platz als ca. 30 cm über dem Helm (geschätzt). Einige Fahrgäste ziehen manchmal unwillkürlich den Kopf ein. Bald erkennt man auch den Sinn des Regenumhangs, denn ständig tropft Wasser von der Stollendecke. Nach endlos erscheinenden 10 Min. Fahrzeit (geschätzt) erreicht man erleichtert den zum "Bahnhof" erweiterten Stollen. Hier steigt man nach links aus, so dass die rechts auf ihre Ausfahrt wartenden Gäste einsteigen können.

        Nun beginnt in Begleitung eines Führers der Fußweg durch den erweiterten und mal mehr, mal weniger beleuchteten Stollen. Gelegentlich geht es über unebene Steintreppen und Holztreppen (mit Handlauf) und immer wieder durch Wasserpfützen. Die Höhe des Stollens schwankt, was man spätestens dann bemerkt, wenn der Schutzhelm am Fels anschlägt. Unterwegs werden durch Bild-, Ton- und figürliche Darstellung die Abbautechniken und die Arbeitsbedingungen der Bergleute im Wandel der Zeit sehr anschaulich erklärt, und der Führer gibt zusätzliche Erläuterungen. Ein besonders eindrucksvolles Erlebnis ist das riesige hölzerne Original-Wasserschöpfrad, wenn es sich langsam in Bewegung setzt. Nach insgesamt ca. 90 Min. ist das Abenteuer inklusive Rückfahrt überstanden und man empfindet selbst an einem trüben Regentag das Tageslicht als sehr befreiend. Keiner der Besucher hätte wohl mit einem der Knappen im Mittelalter tauschen mögen.

 

         Gegen 13:00 Uhr besteigen wir unseren Reisebus und fahren über Jenbach weiter nach Osten. Bei Wiesing überqueren wir den Inn und die Autobahn. Nun geht es hinauf zum Achensee, wo wir gegen 14:00 Uhr das Hotel Post in Pertisau zum Mittagessen erreichen. Die köstlichen, teils kunstvoll garnierten Speisen zu moderaten Preisen, das freundliche, gut eingespielte Personal, der helle Speisesaal und die großen Panoramafenster mit Blick zum Achensee hinaus trösten über den andauernden Regen und die nebelverhangenen Berge hinweg. Einige machen trotzdem anschließend noch einen kleinen Verdauungsspaziergang entlang der Seepromenade.

 

        Um 15:30 Uhr brechen wir zur Rückfahrt auf. Die Strecke führt am Sylvensteinsee entlang, weiter über Bad Tölz, vorbei an Penzberg, Weilheim und Landsberg nach Buchloe, wo wir um 18:00 Uhr im Gasthaus "Zur Eichel" zum Abendessen angemeldet sind. Da wir das Essen schon vom Bus aus wählten, kann dieses zügig serviert werden. So bleibt noch genügend Zeit zum Singen. Mangels Notenblättern singt der Männerchor unter Leitung von Chorleiter Josef Schmid mit Hilfe von wenigen Textkopien die Lieder "Hei, griaß di' Gott, Ländle", "Eiser Ländle muaß ma' möge' ", "Du kannst nicht immer 17 sein" und "Wia macht ma' denn de' Käs?" Und dann ist auch schon bald Zeit zum Aufbruch. Pünktlich um 20:30 Uhr erreichen wir Memmingen, und die letzten Gäste steigen um 20:50 Uhr in Memmingerberg aus.  

 

Gemeinschaftsbild vor dem Hotel Post in Pertisau

                                                                                            Vergrößerung mit Mausklick Foto:Harmonia ©  

 

Fazit: Für einen gelungenen Ausflug braucht man nicht immer Bilderbuchwetter. Auch eine "feuchte Fahrt" kann viele interessante  Erlebnisse und Eindrücke vermitteln und Menschen einander näher bringen. Mit dem 1 1/2-stündigen Bergwerksbesuch hat unser Vergnügungsvorstand eine glückliche Wahl getroffen. Er hat auch die Ausflugsziele schon im Voraus angefahren und erkundet und somit für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Dafür herzlichen Dank. - Sonne konnte er nicht für uns buchen, aber die haben wir ja im Herzen.

 

                                                                                                                                                                 

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